Lic.phil. André Dietziker Fachpsychologe für Psychotherapie FSP Eidg. anerkannter Psychotherapeut
Gesprächstherapie
Zugerstrasse 56f, CH-6330 Cham Tel. 041 780 93 39               dietziker@zug-psy.ch
Klient- oder Personzentrierte Gesprächstherapie ist keine psychotherapeutische Technik sondern in ihrem Wesen eigentlich ein Weltbild oder eine Grundhal- tung, wie ich einem Menschen begegnen will. Der Personzentrierte Ansatz (PCA) vertraut auf die im Menschen selbst angelegten inneren Wachstums- kräfte und Entfaltungsmöglichkeiten.    Ich biete dem Menschen eine modellhafte Beziehung an, welche geprägt ist von einfühlendem Verstehen, bedingungsloser Wertschätzung und Echtheit. Ziel des therapeutischen Prozesses ist es, dass der Klient/die Klientin dadurch sich selber gegenüber immer wertschätzender, empathischer und echter sein kann.  Die Person steht im Zentrum meiner Aufmerksamkeit, ihre Gefühle, ihr inneres Erleben ihre ureigene Art die Welt zu sehen und diese mit Bedeutung zu füllen.    Ich versuche mich in dieser inneren Welt zu bewegen, als ob es meine eigene wäre. Indem ich mich als Spiegel, als Resonanzkörper für das Erleben und Empfinden des Menschen zur Verfügung stelle, begeben wir uns gemeinsam auf eine Entdeckungsreise. Die Person begegnet sich so gleichsam selber und gewinnt immer mehr Vertrauen in ihre Wahrnehmung und ihr Erleben. Meine Klienten sind die Fachleute für sich selbst. Dagegen bin ich der Fachmann für Veränderungsprozesse und das allgemein Menschliche. Persönlichkeits- und Handlungsveränderungen erwachsen aus der Person selbst. Sie spürt, wann welche Schritte notwendig und möglich sind. Der Focus liegt auf der Person, an ihr wird jeder neue Schritt gemessen und auf sie wird jede Veränderung abge- stimmt.
Der Begründer der Klient-/Personzentrierten Psychotherapie ist der amerikanische Psychologe und Philosoph Carl Rogers. Er ist einer der wichtigsten Exponenten der humanistischen Psychologie. Diese neue psychologische Betrachtungsweise stellte 1962 das Erleben und die Erfahrung des Menschen als wesentlichste Erkenntnisquelle in den Vordergrund. Danach kennzeichnen den Men-schen Qualitäten wie Wertsetzung, Kreativität und die innewohnende Tendenz, sein Potenzial konstruktiv zu aktualisieren. Das Streben nach Selbstverwirklichung wird als zentral angesehen. Der Fokus ist auf das Gesunde, nicht auf das Kranke gerichtet.   In Abgrenzung zu traditioneller Psychiatrie, Verhaltenstherapie und Psychoanalyse nannte Rogers seinen Beratungsansatz 1942 zunächst „nicht-direktiv“. Er wollte eine angstfreie Atmosphäre schaffen, welche den verbalen Ausdruck von Emotionen und die Selbsterkundung des Klienten fördern.   Im Jahre 1951 prägte Carl Rogers den Begriff „klient-zentriert“ als Umschreibung für seinen therapeuti- schen Zugang. Er erkannte, dass die zunehmende Offenheit des Klienten für seine aktuelle Erfahrung von zentraler Bedeutung für den therapeutischen Prozess ist. Diese hängt wesentlich von der Beziehung zwischen Klient und Therapeut ab. In seiner Definition der „notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Persönlichkeitsentwicklung durch Psychotherapie“ nannte Rogers drei Grundhaltungen des Therapeu- ten als zentral: Bedingungsfreie Wertschätzung, Empathie (Einfühlung) und Authentizität (Kongruenz, Echtheit). Demnach sind es nicht Methoden, sondern Einstellungen und Haltungen, die in der Therapie wirksam sind. Psychotherapie wird so zum Angebot einer modellhaften Beziehung.   Ein weiterer Entwicklungsschritt erfolgte 1970. Rogers erkannte zunehmend die dialogische Situation und begriff neben dem Erleben des Klienten auch das Erleben des Therapeuten als für die Therapie bedeutsam. Damit war endgültig der Schritt zum Verständnis der Psychotherapie als Begegnung getan. Im Zentrum stand von da an die therapeutische Beziehung von Person zu Person. Psychotherapie wurde nun als wechselseitiges Geschehen aufgefasst. Um dieses Verständnis auszudrücken wurde der Begriff „person-zentriert“ geprägt. Im therapeutischen Prozess soll der Klient immer mehr zu sich selber eine ähnliche Beziehung entwickeln, wie sie ihm durch den Therapeuten modellhaft angeboten wird.  Rogers starb 1987, als er soeben für den Friedensnobelpreis nominiert worden war. In konsequenter Weiterentwicklung seiner Arbeit steht heute die Auseinandersetzung mit der therapeutischen Beziehung im Zentrum des personzentrierten Ansatzes  (PCA). Dieser steht nicht mehr ausschliesslich für eine therapeutische Methode, sondern allgemein für eine konkrete antroposophische Persönlichkeitstheorie und Werthaltung.
Das Ausbildungsinstitut der Person- zentrierten Gesprächstherapie ist die Schweizerische Gesellschaft für den Personzentrierten Ansatz (pca.acp). Die pca.acp betreibt ein eigenes Institut zur Förderung des Person- Zentrierten Ansatzes (PCA) in Zürich.
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